Garching 5 mit herber Klatsche

18. März 2017

Gestern traten wir auswärts bei der dritten Mannschaft vom SC Haar 1931 an. Das Spiellokal war äußerst ansprechend und da der Mannschaftskapitän am Spieltag ein Jahr älter geworden ist gab es auch reichlich Geschenke. Nur leider machten wir sie dem Gegner und dementsprechend hoch war unsere Niederlage. 2-6 als Favorit, das hatten wir uns anders ausgerechnet.

Irgendwie war es ein ziemlich gebrauchter Tag an einigen Brettern und das Gefühl, dass da deutlich mehr drin war, lässt sich nicht zur Seite schieben.
An Brett 2 gab David als erstes auf. Er kam so viel ich weiß recht gut aus der Eröffnung. Sein Springer landete aber irgendwann auf der ersten Reihe des Gegners und hatte da wenige Auswege. Sein Gegner konnte ihn fangen und das Spiel war verloren. Anscheinend gabs es eventuell doch noch einen taktischen Ausweg, zumindest in eine etwas schlechtere Stellung, aber das weiß ich nicht genau.
Christian B. spielte konsequent seinen kurzfristig ans Brett berufenen Gegner überlegen an die Wand und es stand 1-1. Es sollte leider der einzige volle Punkt bleiben.
Brett 3 hätte sehr schnell vorbei sein können. Johannes Gegner spielte zu schnell, aber die Eröffnungsfalle nach dem 4. Zug nebst Matt wurde nicht ausgelöst und der frühe Führungstreffer nicht wahrgenommen. So wurde weitergespielt bis zu einem remislichen Turmendspiel in dem ein falscher Königszug die Niederlage besiegelte und das Brett komplett zu unser Ungunsten ausging.
An Brett 4 musste ich mich mit einer sehr selten gespielten Variante auseinandersetzen. Nachdem ich im Übergang zum Endspiel keine Tempoverluste in symmetrischer Stellung in Kauf nehmen wollte, versuchte ich mit einem Isolani doch noch Komplikationen zu schaffen. Letztlich war auch dieses Endspiel schwierig und ich musste in der Defensive agieren. Als auf beiden Seiten T+S und 3 Bauern (einer von meinem Gegner schon vor der Umwandlung) übrig waren, wickelte ich mit einer netten Taktik und mit Hilfe meines aktiven Königs in ein Endspiel T gegen T+S ab, welches dann aber nicht mehr gezeigt wurde, 1,5-2,5.
Vinodh an 5 spielte eine gute Partie und konnte meines Erachtens nach Vorteile erzielen. In Zeitnot blieb die Dame leider ungedeckt stehen und es stand 1,5-3,5.
An Brett 6 konnte Christian H. einige Drohungen aufstellen. In Zeitnot bahnte sich dann aufgrund des offenen Königs genug Gegenspiel für den Gegner an und mit Blick auf die anderen Bretter und Rücksprache mit dem Mannschaftskapitän wurde das Remisgebot angenommen. Da ging auch nicht mehr. 2-4.
Daniel erleidete, leider auch in Zeitnot, einen scheinbaren Figurenverlust, nachdem er wohl besser stand und viele Drohungen hatte. Die Taktik den Verlust zu vermeiden und eine klare Gewinnstellung zu erhalten wurde leider erst nach Aufgabe in der Analyse offengelegt. Somit stand auch hier statt der 1 leider eine 0.
Michael, als Ersatzmann an Brett 1 gesetzt, spielte gegen seinen nominell deutlich stärkeren Gegner eine freche und sehr gute Partie. Durch das Bauernopfer in der Eröffnung und guten Ideen konnte er viel Druck und schöne Stellungen aufbauen, die mehr als den Verlust in einem schwierigen Endspiel durch Zeitüberschreitung verdient gehabt hätten.

2-6. Puuh, erstmal verdauen. Aber die Saison ist noch jung.
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