2 mal 2 macht 4

28. April 2017
Zwei weitere Wettkämpfe hat SCG 5 mittlerweile bestritten. Der Erste war noch vor der 2-wöchigen Osterpause gegen den Tabellenletzten MSA Zugzwang 4, der Zweite gestern gegen die zweite Mannschaft vom Roten Turm Altstadt. Beide Male punkteten wir voll.

Eigentlich hätte auch zum Wettkampf gegen Zugzwang ein ausführlicher Bericht folgen sollen, aber der "Dichter", welcher freiwillig sich gemeldet hatte, machte doch noch einen sehr späten unangekündigten Rückzug, weswegen für die Nachwelt nur noch der Link zu den Einzelergebnissen vorhanden ist, mit einem kurzen Zusatz meinerseits, dass das 5,5-2,5 souverän eingefahren wurde und zu keinem Zeitpunkt in diesem außergewöhnlich kurzen Kräftemessen (keine Partie länger als 3 Stunden) unser Mannschaftssieg zur Debatte stand.

 
Nun zur gestrigen 6. Runde gegen RTA2
Den Beginn machte David an Brett 2. Meines Erachtens kam es hier sehr rasch zu Vereinfachungen bis beide Seiten noch die Türme, Läufer und paar Bauern hatten. Die Partie schien nicht ansatzweise aus der Balance zu geraten und es wurde Remie vereinbart.
Als nächstes brachte ich uns (Brett 4) ungezwungen einzügig in Rückstand. Viel mehr Worte muss man darüber nicht verlieren, außer vielleicht, dass ich noch kurz vorher Remis abgelehnt habe aufgrund der Stellung. Aber eine gute Mannschaft kommt auch mit ohne Leistung des Kapitäns zurecht und 10-15 Minuten später lagen wir auch schon vorne.

Simon und Paul (Brett 5 und 8) schoben ihre Gegner fast im Gleichschritt zusammen. Während Simon erst Qualität gefolgt von Figur und wenig später auch Partie dank bravouröser Theoriekenntnisse samt Neuerung gewann, griff Paul trotz unrochierten Königs (welcher übrigens trotz seiner Zentrumslage auf der 2. Reihe unantastbar stand) auf offener Linie an und vollendete mit Damenopfer sein Werk. Somit Spiel gedreht und 2,5-1,5 vorne.
Von den restlichen 4 Partien fand ich eine kritisch, eine unklar-besser und zwei zu 99 % Remis, somit waren die Aussichten für 2 MP gut.
Die kritische Stellung befand sich bei Johannes (Brett 3). Er konnte eine Qualität gewinnen, musste aber leider viel Gegenspiel aufgrund des gegnerischen Läuferpaars überstehen. Vielleicht lag auch irgendwo ein Verlust in der Luft, aber letztlich konnte er die Qualität zurückgeben und dadurch in ein Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern und somit ins Remis abwickeln. Die beiden Christians (Brett 6 und 7) hatten sehr ähnliche Partien. Stabil aus den Eröffnungen, leichter Druck, aber alles ziemlich geschlossen und in der Waage, sodass das Remis für alle vier Beteiligten wohl nie wirklich zu vermeiden war (außer vielleicht durch Aktionen wie an Brett 4 gesehen). Somit stand es 4-3.
In der Zwischenzeit wurde die Partie von Robin an Brett 1 immer klarer. Er konnte sich einen gedeckten Bauer auf der 6. Reihe und einen entfernten Freibauer erarbeiten. Der Gewinn lag in der Luft, aber es mussten noch paar Dauerschachproblematiken umschifft werden, welches zwar mit etwas mehr Zeit- und Materialaufwand als gedacht und nötig gelang, aber in einem Endspiel mit Damen und Mehrfigur für 1-2 Bauern weniger auf Robins Seite mündete. Dennoch war es schnell vorbei und das Ergebnis der 6. Mannschaft gegen RTA3 am Tag zuvor egalisiert. 5-3 summa summarum.

 

Somit liegen wir nach wir vor im Rennen um einen Aufstiegsplatz, welchen wir auch zum Ende der Saison nach dem direkten Duell mit dem TSV Solln belegen wollen, auch wenn wir unser Aufstiegsrecht leider nicht wahrnehmen werden können. An dieser Stelle Gruß an die Mannschaften 2-4. Aber Aufstieg wäre Aufstieg, wenn auch nur imaginär.

Zu den Ergebnissen und Tabelle