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Garchinger Pokalmannschaft kann nur durch deutschen Meister gestoppt werden

Montag, 25 März 2013 11:54 Johannes Rusche

Nach der furiosen Vorrunde im deutschen Pokal sind wir am Samstag, den 23.3. nach Ettlingen bei Karlsruhe aufgebrochen, um gegen eine der Mannschaften von Noris-Tarrasch Nürnberg (Oberliga), Ettlingen (Oberliga) und Baden-Baden (1. Bundesliga) im Achtelfinale anzutreten.


Obwohl wir bestens gegen Naiditsch & Co. vorbereitet waren, wollten wir es vermeiden, gleich am Samstag gegen Baden-Baden zu spielen, weil das Weiterkommen ins Viertelfinale (am 24.3.) die Qualifikation fürs Achtelfinale des nächsten Jahres bedeutet hätte. Bei der Auslosung kurz vor Spielbeginn hieß die erste Paarung Nürnberg-Ettlingen, sodass uns nur noch der deutsche Meister übrig blieb.

 

Der Kampf ging besser los, als es die durchschnittliche Elodifferenz von gut 250 Punkten vermuten ließen, da alle recht zufriedenstellend aus der Eröffnung kamen.

 

Leider „vergaß“ dann Alex in der Fianchettovariante im Sveshnikov den Zug 18. … Kh8. Sein mit b4 initiiertes Gegenspiel am Damenflügel war hingegen zu langsam.
Auch Dd7 wäre hier gut gewesen, aber als sich Alex wieder an diesen Zug erinnerte und ihn im 20. ausführte, war es bereits zu spät. Auf einmal spielten dann alle Figuren von Weiß und setzten zum Mattangriff an.
Fast zeitgleich bin ich zu Thoschi, um ihm mitzuteilen, dass er und Chris gewinnen müssen.

 

Geschickt hatte ich nämlich im Anti-Marshall-Spanier meine Springer am Königsflügel in Stellung gebracht, um anschließend die Puppen tanzen zu lassen.
Als ich den richtigen Plan, den Turm von e3 nach g3 zu überführen, in die Tat umsetzen wollte, kamen mir plötzlich Zweifel und der Klotz blieb auf halber Strecke liegen. Mit ein bisschen mehr Entschlossenheit hätte Schwarz nach 19. Tg3 noch 19. … Sd4 20.Sf5 g6 finden müssen, um überhaupt in eine leicht schlechtere, aber noch spielbare Stellung zu kommen. Alles andere hätte mit Lxh6 begonnen und nur mir Spaß gemacht. Glücklicherweise sah nur ich nach dem starken schwarzen Zentrumsdurchbruch 19. Tf3 d5! nebst Diagonalenblockade, dass ich nach 20.Tg3 Sd4 21. Sf5 dxe4 22. dxe4 Lxe4! hoffnungslos verloren war. Stattdessen entstand eine ausgeglichene Stellung, die aber auch wegen meiner Zeitnot schwer für mich zu spielen war. Meinen Plan, den passiven Läufer auf a2 mittels des Bauerndurchbruchs c4 zu retten, wollte ich erst nach dem 40. Zug riskieren, was jedoch dann zu spät war. Was danach folgte, war nur noch eine Technikdemonstration meines Gegners.

 

Obwohl Chris nichts von meiner tollen Zwischenmeldung mitbekommen hatte, lehnte er mal locker ein Remis seines Gegners ab, welcher immerhin die gefühlte Spielstärke von Hans hat! Chris spielte eine sehr taktische Variante im Königsinder, in der er zwei Züge vor dem Remisgebot sogar mit 18. … Sh3+ hätte in Vorteil kommen können. Der Abtausch auf h3 ist vermutlich die einzige Möglichkeit für Weiß im Spiel zu bleiben, denn auf 19. Kg2 folgt 19. … Sxf2 20. Kxf2 Sg4+ 21. Kg2 Txe1 22. Dxe1 Lxd4 mit Vorteil Schwarz. Auch im 22. Zug der Partie konnte er noch mit d4 eine viel versprechende Variante spielen. Stattdessen zeigte Chris' Opfer auf h4 zu wenig Wirkung, weil Weiß sich noch mit Se2 und Sg3 verteidigen und anschließend den Materialvorteil verwerten konnte.


Thoschi hatte zwar mit Weiß lange Zeit keine Probleme in einer geschlossenen Caro-Kann-Variante, aber auch genauso wenig einen konkreten, viel versprechenden Plan. Als der Gegner dann nach Abschließen der Entwicklung das Zentrum mittels f6 aufbrach, musste Thoschi den schwarzfeldrigen Läufer geben. Somit konnte auch Thoschis Springer, der von c5 Druck auf e6 ausüben sollte, problemlos rausoperiert werden. Gegen die Bauernschwächen von Weiß half selbst die Tatsache nicht, dass der „schlechte Läufer“ von Schwarz übrig blieb, denn auch er fand gute Außenposten auf e4 und später d5. Warum Thoschi also nicht direkt mit 20. Lg4 Remis gemacht hat, war dann die Frage seines Gegners in der Analyse.
Tja, wenn Schach immer so einfach wäre…

 

 

SC Garching 1980 2299 - OSG Baden-Baden 2554 0 – 4
1 Köpke, Christian 2371 - Dautov, Rustem 2595 0 – 1
2 Schmitz, Thorsten 2343 - Döttling, Fabian 2587 0 – 1
3 Rusche, Johannes 2225 - Heimann, Andreas 2488 0 – 1
4 Dehlinger, Alexander 2257 - Schmaltz, Roland 2546 0 – 1